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Anna Woźniakowska „Trzeba umieć marzyć” (2005) PWM

veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Polnischen Musikverlags (PWM)


1936

In Piekary Śląskie kommt Marek als erster Sohn von Stanisław und Helena Stachowski auf die Welt, die Familie zieht nach Bydgoszcz (früher: Bromberg).

1939

Zwei Tage nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs, nach dem sog. „Bromberger Blutsonntag“, verlässt der Familienvater Bydgoszcz und gelangt auf das Gebiet des Generalgouvernements, wo er sich bis zum Kriegsende versteckt. Die Mutter kehrt mit Marek in ihre Heimstadt Orzegów zurück.

1942

Stachowski besucht die Grundschule in Orzegów und nimmt die ersten privaten Klavierstunden.

1945

Der Vater kehrt zurück. Die Familie zieht nach Chorzów (früher: Königshütte) und dann nach Piotrowice Śląskie um. Der Klavierunterricht wird vorerst abgebrochen.

1947

Scheidung der Eltern. Der Vater holt Marek nach Krakau und bringt ihn in dem von Missionaren geführten Pfarrer-K.-Simaszko-Jugendheim in der Prądnicka-Strasse unter.

1952

Marek beginnt seine ordentliche musikalische Ausbildung in der Staatlichen Musikgrundschule in Krakau in der Klavierklasse von Stanisław Czerny.

1954

Nachdem Stachowski den Stoff der oben genannten Schule in nur zwei Jahren bewältigt, besteht er die Aufnahmeprüfung für das Staatliche Musikgymnasium (PŚSM) und wird wiederum in die Klavierklasse von S. Czerny aufgenommen.

1959

Erlangung des Diploms im Fach Klavier (PŚSM)

1960

Erlangung des Diploms im Fach Musiktheorie (PŚSM)

1962

Vermählung mit Maria Jabłońska

1963

Aufnahme des Kompositionsstudiums an der Staatlichen Musikhochschule Krakau in der Klasse von Krzysztof Penderecki; Komposition des  1. Streichquartett

1965

Uraufführung der Kinderoper Najdzielniejszy z rycerzy (Der mutigste Ritter) im Puppen- und Schauspielertheater „Marcinek“ in Posen

1966

Geburt der Tochter; es entsteht das Orchesterwerk Musica con una battuta del tam-tam

1967

Beginn der Lehrtätigkeit an seiner Alma Mater

1968

Studienabschluss „summa cum laude“; Kompositionspreis der Gaudeamus-Stiftung für Musica con una battuta del tam-tam; erster Preis beim Artur-Malawski Komponistenwettbewerb für Neusis II; Belobigung für Sequenze concertanti beim vom Polnischen Komponistenverband veranstalteten Wettbewerb für junge Komponisten

1969

Zweiter Preis beim Internationalen Wettbewerb des „Solidaritätskomitees“ in Skopje  für Chant de l'espoir

1970

Die Musik von Stachowski wird zum ersten Mal auf dem Internationalen Festival für Zeitgenössische Musik „Warschauer Herbst“ gespielt (Audition Witold Gałązka – Cello, John Tilbury – Klavier); Im Auftrag des Steirischen Herbst Musikprotokoll in Graz entsteht Irisation; das Werk wird in Rahmen des Festivals in Graz aufgeführt

1971

Dritter Preis beim Gesamtpolnischen Kompositionswettbewerb für die Kantate Słowa (Worte) zu den Gedichten von Władysław Broniewski

1972

Ernennung zum Dozenten; Dekan der Fakultät für Komposition, Dirigieren und Musikwissenschaft an der Staatlichen Musikhochschule in Krakau. Dieses Amt bekleidet er bis 1975.

1973

Die zweite Tochter, Katarzyna kommt auf die Welt. Die Musik von Stachowski erklingt im Rhamen des „Warschauer Herbst“ zum ersten Mal in der Nationalphilharmonie (Uraufführung von Irisatio, Großes Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, Dirigent: Stanisław Wisłocki)

1974

Erster Preis beim Karol-Szymanowski-Wettbewerb für Śpiewy thakuryjskie; Auszeichnung auf der Tribune internationale des compositeurs in Paris für Neusis II

1975

Kompositionsvorträge an der Yale University in den USA; In Krakau wird er zum Leiter des Lehrstuhls für Komposition und Stellvertretender Rektor der Musikhochschule ernannt. Dieses Amt hat er bis 1981 inne.

1976

Musikpreis der Stadt Mönchengladbach für Poeme sonore

1978

Kompositionsseminare im Rahmen von Durban New Music Course in Großbritannien

1979

Uraufführung von Dhier-timenta bei einem vom Polnischen Rundfunks veranstalteten Konzert, das daraufhin auf der Tribune internationale des compositeurs in Paris ausgezeichnet wird; Stachowski beginnt am Institut für Musikwissenschaft der Jagiellonen-Universität zu arbeiten; Preis der Stadt Krakau; Kompositionsseminare im Rahmen der  Gaudeamus Musikwoche in Amsterdam (dort führt er die Seminare auch im Jahr 1984).

1980

Für das Streichquartettfestival in Lusławice entsteht Quartetto da ingresso

1981

Ernennung zum ordentlichen Professor; im Auftrag der Stadt Milton Keynes, UK,  entsteht das Orchesterwerk Choreia

1983

Zweiter Preis für Symfonia pieśni tęsknotą uświęconych im vom Polnischen Komponistenverband veranstalten Wettbewerb mit dem Schwerpunktthema „Musik über Schlesien“. Uraufführung des im Auftrag der Gulbenkian-Stiftung komponierten Werkes Amoretti in Lissabon.

1984

Preis des  Polnischen Komponistenverbandes

1985

Stachowski wird als Ritter des Ordens Polonia Restituta ausgezeichnet

1987

Vortragsreihe an der Rubin Academy of Music and Dance in Jerusalem.

1988

Im Auftrag von BBC Bristol entsteht das 2. Streichquartett.

1989

Zum ersten Mal empfängt der Komponist den Preis des Ministers für Kultur und Kunst. Der gleiche Preis wird an ihm auch in den Jahren 1996, 1999 und 2000 verliehen.

1990

Dritte Auszeichnung auf der Tribune internationale des compositeurs in Paris, diesmal für das 3. Streichquartett; Preisträger der Alfred-Jurzykowski-Stiftung. New York

1991

Während des Festivals „Warschauer Herbst“ spielt Boris Pergamenschikow mit der Sinfonia Varsovia das Concerto per violoncello ed orchestra d'archi, Dirigent: Krzysztof Penderecki

1993

Rektor der Musikakademie Krakau; dieses Amt bekleidet er für zwei Wahlperioden bis 1999.

1994

Vortragsreihe an Universitäten in Südkorea.

1996

Preis des Krakauer Woiwoden für herausragende künstlerische Errungenschaften.

1997

„Excellence in Teaching Award“ der Ruth- und Ray-Robinson-Stiftung

1999

Stachowski wird als Offizier des Ordens Polonia Restituta ausgezeichnet

2000

Nach einer langen Krankheit stirbt Stachowskis Ehefrau, Maria

2002

Er wird erneut zum Rektor der Musikakademie Krakau ernannt

2004

Beim Abschlusskonzert der 16. Internationalen Musiktage Krakauer Komponisten wird Miroir du Tempes uraufgeführt. Das Werk löst große Begeisterung im Publikum aus. Der schweren Krankheit zum Trotz leitet er im September die Jury des internationalen Wettbewerb für Zeitgenössische Kammermusik und beim 2. Tadeusz-Ochlewski-Kompositions-wettbewerbs. Im Oktober leitet er die Inaugurationsfeier zum Beginn des neuen akademischen Jahres. Bis zuletzt ist er am Leben der Hochschule aktiv beteiligt. Er stirbt am 3. Dezember.

2005

Stachowski wird vom Kulturminister posthum mit der Goldmedaille „Gloria Artis“ ausgezeichnet.

2012

Auf der Sitzung des Stadtrates von Krakau am 21. März 2012 kriegt eine der Strassen im Grzegórzki-Viertel den Namen Marek Stachowski.